06.08.2020

Deo erlaubt, Grillschalen heikel

Lange wurden aluminiumhaltige Deos verdächtigt, schädlich für den Organismus zu sein. Doch wirklich gefährlich ist nicht de Aluminium-Aufnahme über die Haut, sondern über den Magen.... [ mehr lesen ]

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06.08.2020

Deo erlaubt, Grillschalen heikel

Lange wurden aluminiumhaltige Deos verdächtigt, schädlich für den Organismus zu sein. Doch wirklich gefährlich ist nicht de Aluminium-Aufnahme über die Haut, sondern über den Magen.

Aluminium ist fast überall

Aluminium gelangt über verschiedene Wege in den Körper des Menschen, etwa Trinkwasser und Lebensmittel. Aber auch aluminiumhaltige Verpackungsmaterialien können dazu führen, dass WHO-Grenzwerte überschritten werden. Denn unter dem Einfluss von Säure oder Salz lösen sich Aluminium-Ionen aus Folien und Aluminiumgeschirr und gelangen so in die Speisen. Eine weitere Quelle sind kosmetische Produkte: Sowohl aufhellende Zahnpasten als auch Sonnencremes und Deos enthalten häufig Aluminium.

In puncto Deo gibt das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) jetzt aufgrund einer aktuellen Untersuchung Entwarnung: Nach derzeitigem wissenschaftlichem Kenntnisstand ist auch bei täglicher Nutzung aluminiumhaltiger Antitranspiranzien ein Gesundheitsrisiko unwahrscheinlich. Denn im Vergleich zur Aluminiumaufnahme über die Nahrung ist die Aufnahme über die Haut vernachlässigbar.

Gesundheitliche Folgen unklar

Doch wie sieht es ansonsten mit der Aluminiumbelastung in Deutschland aus? Der überwiegende Teil der Bevölkerung überschreitet die tolerierbare wöchentliche Aufnahme von 2 mg pro kg Körpergewicht zwar nicht, betont das Amt. Doch ein unbedarfter Umgang vor allem mit Lebensmittelkontaktmaterialien lässt die Werte schnell ansteigen.

Die gesundheitlichen Folgen einer chronisch zu hohen Aluminiumaufnahme bleiben jedoch unklar. Sind die Nieren mit der Ausscheidung überfordert, lagert sich Aluminium offenbar in Körpergeweben ab. Bislang vermutete Zusammenhänge mit der Entwicklung von Alzheimer-Demenz oder Brustkrebs sind aber nach aktuellem Kenntnisstand des BfR nicht wahrscheinlich.

Aluminium-Aufnahme verringern

Dennoch empfehlen Experten, dort, wo es geht, die Aufnahme von Aluminium zu vermindern. Folgende Tipps helfen dabei:

  • Vielfältige und abwechslungsreiche Ernährung, einseitige Kost meiden.
  • Salzige und saure Lebensmittel nicht in Alufolie wickeln, damit sich kein Aluminium löst und in die Speisen gelangt. Dazu gehören z. B. Äpfel, Tomaten, Rhabarber, mariniertes Fleisch, Salzheringe und Käse.
  • Zum Erhitzen und Aufbewahren säure- und salzhaltiger Lebensmittel nur beschichtete Aluminiumschalen nutzen.
  • Auch für das Warmhalten von Speisen, z. B. bei Gemeinschafts- oder Außer-Haus-Verpflegung, nur beschichtete Aluminiummenüschalen verwenden. Denn beim Warmhalten von Speisen in unbeschichteten Aluminiumschalen werden hohe Mengen an Aluminiumionen freigesetzt.
  • Nicht in Aluschalen, sondern besser in wiederverwendbaren Schalen aus Edelstahl grillen.
  • Aufhellende Zahnpasta vermeiden.
  • Säuglinge bis zum sechsten Lebensmonat stillen, danach mit normaler Kost zufüttern. Muttermilch enthält deutlich weniger Aluminium als Säuglingsanfangs- und Folgenahrung.

Quelle: Bundesamt für Risikobewertung

05.08.2020

Was tun bei Raupendermatitis?

Vielerorts wird vor Eichenprozessionsspinnern gewarnt. Zu Recht, denn die Härchen der Raupen können Juckreiz, Quaddeln und sogar Atembeschwerden auslösen. Hier gibt es Tipps zur Vorbeugung und zur Behandlung der gefürchteten Raupendermatitis.... [ mehr lesen ]

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05.08.2020

Was tun bei Raupendermatitis?

Vielerorts wird vor Eichenprozessionsspinnern gewarnt. Zu Recht, denn die Härchen der Raupen können Juckreiz, Quaddeln und sogar Atembeschwerden auslösen. Hier gibt es Tipps zur Vorbeugung und zur Behandlung der gefürchteten Raupendermatitis.

Im Gänsemarsch auf Futtersuche

Als kleine, braungraue und eher unscheinbare Nachtfalter sind Eichenprozessionsspinner eigentlich ganz harmlos. Von sich reden machen aber ihre Vorstufen, die Raupen: Sie finden sich vor allem an Eichen, bilden dort Gespinste und leben recht gesellig. In Gruppen von 20 bis 30 Tierchen marschieren sie im Gänsemarsch zur Futtersuche, was ihnen auch den Namen Prozessionsspinner eingebracht hat.

600 000 giftige Brennhaare

Die Raupen haben es im wahrsten Sinne des Wortes an sich: Mit etwa 600 000 giftigen Brennhaaren pro Tier können sie Menschen gewaltig quälen. Nicht nur der direkte Kontakt mit der pelzigen Raupe macht zu schaffen. Die Härchen brechen leicht ab und werden durch den Wind bis zu 100 m weit davongetragen. Gelangen sie auf die Haut, kommt es durch das Nesselgift Thaumetopoein zu Juckreiz, Quaddeln und Ausschlägen. Eingeatmet drohen Atembeschwerden, und manchmal entwickeln sich sogar Schwindel, Übelkeit und Schüttelfrost.

So beugt man vor

Am besten ist, gar nicht erst in die Nähe von Raupen und Härchen zu geraten. Vielerorts sind befallene Bäume gekennzeichnet oder Waldparkplätze gesperrt. Zum Schutz vor Raupenangriffen empfehlen Fachleute:

  • Befallene Gebiete meiden.
  • Raupen und Gespinste nicht anfassen.
  • Bei Waldspaziergängen empfindliche Hautgebiete (Nacken, Hals, Unterarme) bedecken.
  • Nach Kontakt mit Raupenhaaren duschen, Haare waschen und trockenföhnen. • Kontaminierte Kleidung bei 60°C waschen.

Selbsthilfe bei Raupendermatitis

Ist es trotz aller Vorsichtmaßnahmen zu einer Raupendermatitis mit Juckreiz und Quaddeln gekommen, helfen folgende Maßnahmen:

  • Kühlende Umschläge auf die betroffene Hautstelle auflegen.
  • Cremes oder Gele mit Kortison auftragen.
  • Antihistaminika in Tablettenform einnehmen.

Wann zum Arzt?

Haben sich durch Raupenhärchen Atembeschwerden, Übelkeit und Schwindel oder eine Bindehaut mit Juckreiz und Schmerzen entwickelt, ist statt der Selbstmedikation der Gang zum Arzt angebracht.

Quelle: Deutsche Apotheker Zeitung

04.08.2020

Wo Kinder sicher schwimmen

Sommer, Sonne, Badespaß – das passt zusammen, vor allem in der Ferienzeit. Doch Wasser ist nicht ganz ungefährlich, wie auch dieses Jahr wieder zahlreiche Badetote beweisen. Wo das Risiko für Kinder und Jugendliche besonders groß ist, erklären nun deutsche Kinderärzte.... [ mehr lesen ]

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04.08.2020

Wo Kinder sicher schwimmen

Sommer, Sonne, Badespaß – das passt zusammen, vor allem in der Ferienzeit. Doch Wasser ist nicht ganz ungefährlich, wie auch dieses Jahr wieder zahlreiche Badetote beweisen. Wo das Risiko für Kinder und Jugendliche besonders groß ist, erklären nun deutsche Kinderärzte.

Wasser zieht Kinder magisch an

„Ertrinken gehört zu den häufigsten Todesursachen im Kleinkindalter“, sagt Kinderarzt Ulrich Fegeler. Im Jahr 2018 sind laut Deutscher Lebensrettungsgesellschaft DLRG 11 Kinder im Grundschulalter und 15 im Vorschulalter ertrunken. Säuglinge ertrinken am häufigsten in Badewannen, kleinen Wannen und Eimern, Kinder im Vorschulalter vor allem im Schwimmbad. Hauptursache ist dabei, dass die Kleinen oft unbeaufsichtigt und die Wasserstellen leicht zu erreichen sind. Denn Wasser zieht Kinder magisch an, betont Fegeler.

  • Tipp: Lassen Sie kleine Kinder in der Nähe von Wasser nie aus den Augen. Schon ein Vogelbecken oder ein Plantschbecken können für die Kleinsten zur tödlichen Gefahr werden.

Gefahrenbewusstsein fehlt

Jugendliche erwischt es dagegen vor allem in natürlichen Gewässern, und dass, obwohl sie meistens schwimmen können. Denn Heranwachsende sind oft impulsiv und risikobereit und überschätzen dabei ihre eigenen Fähigkeiten. Kommen noch Drogen oder Alkohol ins Spiel, wird der Badespaß besonders gefährlich. Der Jahrhundertsommer 2018 spiegelt sich auch in dieser Altersgruppe: Die Anzahl der Ertrunkenen stieg bei den bis zu 20-Jährigen um 61% im Vergleich zum Vorjahr, berichtet der DLRG.

  • Tipp: Klären Sie Jugendliche explizit über die Gefahren in natürlichen Gewässern auf. Machen Sie klar, dass beispielsweise auch in wenig Wasser führenden Flüssen die Strömung nie unterschätzt werden darf.

Kranke Kinder

Manche Kinder sind aufgrund einer Grunderkrankung besonders gefährdet: So landen autistische Kinder leicht mal im Wasser, weil sie alleine in der Gegend umherwandern. Kinder mit einer Epilepsie können bei einem eventuellen Anfall im Wasser nicht schwimmen und drohen deshalb zu ertrinken, ausgiebiges Toben im Wasser kann wiederum Kinder mit Herzrhythmusstörungen gefährden.

  • Tipp: Wenn Ihr Kind unter einer chronischen Krankheit leidet, sollten Sie zum Sommerbeginn mit Ihrem Kinderarzt abklären, ob der Badespaß erlaubt ist.

Quelle: www.kinderaerzte-im-netz.de, DLRG

03.08.2020

Hund schützt Herz

Der Hund ist nicht nur bester Freund des Menschen, er fördert auch in vielerlei Hinsicht dessen Gesundheit. Im besonders riskanten ersten Jahr nach einem Herzinfarkt oder Schlaganfall senkt der Vierbeiner sogar das Sterberisiko seines Besitzers, wie eine schwedische Studie zeigt.... [ mehr lesen ]

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03.08.2020

Hund schützt Herz

Der Hund ist nicht nur bester Freund des Menschen, er fördert auch in vielerlei Hinsicht dessen Gesundheit. Im besonders riskanten ersten Jahr nach einem Herzinfarkt oder Schlaganfall senkt der Vierbeiner sogar das Sterberisiko seines Besitzers, wie eine schwedische Studie zeigt.

Herz und Kreislauf profitieren

Hundeliebhaber wissen ganz genau, wie gut ihnen ihr Vierbeiner tut. Er fördert die sozialen Kontakte und zwingt seinen Menschen zum Gassigehen und damit zu Bewegung an frischer Luft. Auch Wissenschaftler bestätigen, dass sich Hunde positiv auf die Gesundheit auswirken. Schon vor Jahren fand man heraus, dass Hunde das Herz-Kreislauf-Risiko ihrer Besitzer verringern, z. B. indem sie deren Blutdruck senken.

Hundebesitzer nach Infarkt im Vorteil

Doch Hunde können noch mehr, wie eine aktuelle schwedische Studie an über 335 000 Herzinfarkt- und Schlaganfallpatienten zeigt. Nach Berücksichtigung anderer Einflüsse wie Alter, Geschlecht und weiteren Erkrankungen ermittelten die Forscher, dass Hundehalter im besonders riskanten ersten Jahr nach einem Herzinfarkt ein signifikant niedrigeres Sterberisiko hatten als Nicht-Hundebesitzer. Das gleiche galt für den Schlaganfall, auch hier senkte der Hundebesitz das Risiko, im ersten Jahr nach Schlaganfall zu versterben. Das Zusammenleben mit einem Partner oder einem Kind wirkte ähnlich, aber etwas weniger ausgeprägt.

Herz-Kreislauf-Prävention geht auch ohne Hund …

Hundebesitzer dürfte dieses Ergebnis erfreuen und sie bei ihrer Entscheidung bestärken, auch im höheren Alter mit einer Fellnase zu leben. Ob die gesundheitsfördernde Auswirkung allerdings wirklich auf den Hund und nicht auf andere, in der Studie nicht erfasste Faktoren zurückzuführen ist, bleibt offen. Verordnen lassen sich Hunde und Hundeliebe sowieso nicht. Ein Trost für alle, die kein Haustier haben oder haben möchten: Sollten hinter der tierischen Risikoreduktion vermehrte soziale Kontakte und mehr Bewegung stecken, lässt sich das auch ohne Vierbeiner bewerkstelligen.

Quelle: Ärzteblatt