05.06.2020

Mund-Nasen-Maske sicher anwenden

Das Tragen einer Mund-Nasen-Maske ist in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie in Geschäften in vielen Bundesländern verpflichtend. Diese schützen allerdings nur, wenn sie richtig angelegt werden. Bei falscher Anwendung können sie sogar das Ansteckungsrisiko für den Träger erhöhen.... [ mehr lesen ]

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05.06.2020

Mund-Nasen-Maske sicher anwenden

Das Tragen einer Mund-Nasen-Maske ist in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie in Geschäften in vielen Bundesländern verpflichtend. Diese schützen allerdings nur, wenn sie richtig angelegt werden. Bei falscher Anwendung können sie sogar das Ansteckungsrisiko für den Träger erhöhen.

Vor dem Aufsetzen: Hände waschen!

Bakterien und Viren sind überall – nicht nur in der Luft, sondern auch auf unserer Haut. Wer daher – ohne sich vorher die Hände gründlich mit Seife zu waschen – den Mund-Nasen-Schutz anlegt, läuft in Gefahr, diesen gleich zu Beginn mit Erregern zu verunreinigen. Zudem ist darauf zu achten, den Schutz nur außen und nicht auf der Innenseite zu berühren. Während des Tragens ist das Berühren des Mundschutzes, z. B. um dessen Sitz zu korrigieren, tabu. Andernfalls besteht das Risiko, dass Keime von den Händen ins Gesicht gelangen. Dies gilt auch beim Tragen von Handschuhen.

Häufiger Fehler: Nach dem Verlassen des Geschäfts ziehen viele Menschen die Maske unters Kinn, um sie vor dem nächsten Geschäft wieder aufzusetzen. Auch hier besteht die Gefahr, mit den Erregern in Kontakt zu kommen.

Maske muss Mund und Nase bedecken

Damit Tröpfchen aus Mund und Nase nicht in die Luft gelangen, muss die Mund-Nasen-Maske sowohl über dem Mund als auch über der Nase platziert werden. Unterhalb der Nase getragen ist sie nutzlos. Zudem muss sie bis über das Kinn reichen und darf an den Wangen nicht abstehen. Letzteres ist wichtig, um das Eindringen und Entweichen von Luft – damit auch von potenziellen Krankheitserregern – an den Seiten zu verhindern.

Übrigens: Für Brillenträger eignen sich Masken mit Bügel an der oberen Seite. Diese lassen sich leicht an die Form der Nase anpassen und schließen daher gut mit der Haut ab. Warme Atemluft kann so kaum noch nach oben entweichen und die Brille beschlägt seltener. Aber auch ein Taschentuch kann helfen. Dies wird der Länge nach gefaltet und auf den Nasenrücken unter der Maske platziert.

Trotz Maske ein Muss: Einhalten der Abstands- und Hygieneregeln

Wer eine Maske trägt, fühlt sich häufig sicherer. Aber: Masken schützen nicht den Träger, sondern den Gegenüber. Daher müssen Abstandsregeln (mind. 1,5 Meter) weiterhin eingehalten werden! Zusammen mit den Hygieneregeln, wie z. B. dem Einhalten der Husten- und Niesregeln sowie dem gründlichen Händewaschen, schützen sie vor einer potenziellen Ansteckung nach wie vor am effektivsten.

Weitere typische Fehler:

  • Die Atemluft enthält Wasser. Masken durchfeuchten daher mit der Zeit und müssen gewechselt werden. Andernfalls siedeln sich Keime auf der Bedeckung an.
  • Da sich auf der Außenseite der Maske Keime befinden können, dürfe beim Abnehmen der Maske nur die seitlichen Bänder bzw. Laschen angefasst werden.
  • Nach dem Absetzen die Hände gründlich waschen.
  • Die benutze Maske z. B. in einem Beutel luftdicht aufbewahren oder sofort bei 60° bis 95° waschen.

Quellen: Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und Pharmazeutische Zeitung

04.06.2020

Wie Junk-Food süchtig macht

Jeder weiß, dass Junk-Food dick und krank macht. Doch warum fällt es vielen Menschen trotzdem so schwer, auf die ungesunden Burger, Fritten, Milchshakes & Co. zu verzichten? Ganz einfach: Junk-Food beeinflusst das Gehirn.... [ mehr lesen ]

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04.06.2020

Wie Junk-Food süchtig macht

Jeder weiß, dass Junk-Food dick und krank macht. Doch warum fällt es vielen Menschen trotzdem so schwer, auf die ungesunden Burger, Fritten, Milchshakes & Co. zu verzichten? Ganz einfach: Junk-Food beeinflusst das Gehirn.

Einladung zur Schlemmerwoche

Um herauszufinden, warum das typische Fast- oder Junk-Food für viele Menschen so verlockend ist, hat eine Gruppe amerikanischer, britischer und australischer Forscher einen Versuch gestartet. 110 Freiwillige Anfang 20, die sich bisher gesund ernährt hatten, machten dabei mit. Die eine Hälfte der Probanden ernährte sich weiterhin gesund, die andere konsumierte eine Woche lang typisches Junk-Food mit großen Mengen an Fett, Kohlenhydraten und Zucker.

Nachdem die Schlemmerwoche um war, trafen sich alle zu einem gemeinsamen Frühstück. Vor und nach dieser Mahlzeit absolvierten die Teilnehmer einen Gedächtnistest, außerdem sollten sie beschreiben, ob und wie sehr sie die Mahlzeiten in der vergangenen Testwoche genossen hatten.

Entlarvendes Testfrühstück

Das Ergebnis war erschreckend: Diejenigen, die eine Woche lang Junk-Food gegessen hatten, schnitten in den Gedächtnistests schlechter ab als die Freiwilligen, die sich gesund ernährt hatten. Besonders bedenklich fanden die Forscher eine weitere Beobachtung: Die Teilnehmer der Junk-Food-Gruppe zeigten beim Abschlussfrühstück ein deutlich verändertes Essverhalten und aßen nicht nur schneller, sondern auch mehr als die Vergleichsgruppe. Sie erinnerten sich zudem mit Freuden an die ungesunde Ernährung im Rahmen der Testwoche und bezeichneten gesunde Nahrung als weniger schmackhaft. Außerdem fiel es ihnen sehr schwer, danach auf weiteres Junk-Food zu verzichten.

Junk-Food dreht am Hippokampus

Der Grund für dieses veränderte Essverhalten liegt wahrscheinlich im Hippokampus. Denn dieser Bereich des Gehirns gilt nicht nur als Schnittstelle zwischen Kurz- und Langzeitgedächtnis und Anlaufstation für alle Sinneseindrücke inklusive Schmecken und Riechen. Er soll auch eine wichtige Rolle bei der Regulation der Essensaufnahme spielen. Auf welche Art und Weise Junk-Food den Hippokampus beeinflusst, ist allerdings noch unklar.

Die aktuelle Studie bekräftigt frühere Forschungen: Junk-Food verschlechtert das Gedächtnis und löst die innere Fress-Bremse. Vielleicht hilft diese Erkenntnis ja dem einen oder anderen, von den fett- und zuckerreichen Versuchungen des Junk-Foods loszukommen und dem Gehirn zuliebe auf gesunde Nahrung umzuschwenken.

Quelle: Kinderärzte im Netz

03.06.2020

Schützt Zähneputzen vor Diabetes?

Regelmäßiges Zähneputzen hält nicht nur Zähne und Zahnfleisch gesund. Einer aktuellen koreanischen Studie zufolge soll es auch vor Diabetes schützen.... [ mehr lesen ]

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03.06.2020

Schützt Zähneputzen vor Diabetes?

Regelmäßiges Zähneputzen hält nicht nur Zähne und Zahnfleisch gesund. Einer aktuellen koreanischen Studie zufolge soll es auch vor Diabetes schützen.

Knapp 190 000 Koreaner im Test

Nach dem Frühstück und vor dem Schlafengehen mindestens zwei Minuten lang die Zähne putzen und am besten auch noch die Zunge schrubben — das sind die Empfehlungen für ein gesundes Gebiss. Koreaner sind bei der Zahnpflege besonders fleißig: 80 % der Bevölkerung putzt mindestens 2 Mal am Tag die Zähne, und 75 % weisen im Alter von 53 noch ein lückenloses Gebiss auf. Zahnstatus und Mundhygiene der Koreaner sind deshalb so gut bekannt, weil die staatliche Krankenversicherung ihre Versicherten alle 2 Jahre zur Vorsorgeuntersuchung auffordert. Die bei diesen Kontrollen erhobenen Daten von knapp 190 000 Menschen nutzten nun koreanische Forscher, um nach einem Zusammenhang zwischen Zahnbefund und Diabetes zu fahnden.

3 Mal täglich Zähneputzen zahlt sich aus

16 % aus dieser Gruppe erkrankten in einem Zeitraum von 10 Jahren neu an einem Diabetes mellitus Typ 2, dem sog. Erwachsenendiabetes. Die Forscher fanden heraus, dass diejenigen Koreaner, die 3 Mal täglich ihre Zähne putzten, zu 8 % seltener einen Diabetes entwickelten. Die Folgen schlechter Mundhygiene waren dagegen mit Diabetes assoziiert: Beim Vorliegen einer Parodontitis war das Diabetes-Risiko um 9 % erhöht, beim Fehlen von 15 oder mehr Zähnen im Gebiss sogar um 21%.

Die Autoren der Studie führen diesen Zusammenhang darauf zurück, dass es bei schlechter Mundhygiene im gesamten Körper zu chronischen Entzündungen kommt und sich dadurch die Stoffwechsellage in Richtung Typ-2-Diabetes verändert. Möglich ist aber auch, dass die mangelhafte Mundhygiene ein Hinweis auf eine ungesunde Ernährung ist — bekanntlich ein weiterer Risikofaktor für die Entwicklung eines Diabetes.

Auf jeden Fall unterstreichen die koreanischen Ergebnisse erneut, wie wichtig regelmäßige Zahn- und Mundpflege ist. Sie erhält nicht nur das Gebiss, sondern reduziert die Gefahr chronischer Entzündungsprozesse und damit offenbar auch das Risiko für einen Typ-2-Diabetes.

Quelle: Ärzteblatt

02.06.2020

Trampolinspringen? Aber sicher!

Wenn es draußen warm wird, startet in vielen Gärten wieder die Trampolin-Saison. Doch die Hüpferei ist durchaus verletzungsträchtig. Nun haben 2 Unfallchirurgen 7 Regeln für unfallfreies Trampolinspringen zusammengetragen.... [ mehr lesen ]

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02.06.2020

Trampolinspringen? Aber sicher!

Wenn es draußen warm wird, startet in vielen Gärten wieder die Trampolin-Saison. Doch die Hüpferei ist durchaus verletzungsträchtig. Nun haben 2 Unfallchirurgen 7 Regeln für unfallfreies Trampolinspringen zusammengetragen.

Wenn Arme brechen und Gelenke auskugeln …

Trampolinspringen macht Spaß, es fördert die Ausdauer, die Koordination und kräftigt die Muskeln. Die Kehrseite der fröhlichen Hüpferei ist allerdings die Verletzungsgefahr. Immer wieder kommt es zu Verstauchungen oder Knochenbrüchen an Armen, Händen, Füßen oder Beinen. Bei missglückten Akrobatikversuchen drohen sogar ausgekugelte Gelenke und Wirbelsäulenverletzungen, berichten die Orthopäden und Unfallchirurgen Andreas Toepfer und Primoz Potocnik aus ihrem beruflichen Alltag . Weil sie selbst Väter Trampolin-begeisterter Kinder sind, kennen sie sich mit den typischen Fallstricken beim Springen gut aus und haben 7 nützliche Tipps, die das Trampolinspringen zu einem sicheren Vergnügen machen:

  1. Ein Sicherheitsnetz ist obligat! Damit es wirklich sichert, muss es regelmäßig auf seine Funktionstüchtigkeit geprüft und bei Rissen ausgetauscht werden.
  2. Die Federelemente und der Rahmen des Trampolins müssen bedeckt sein, und die Bedeckung darf nicht verrutschen. Ein Fehltritt zwischen die Federn oder ein Sturz auf einen unbedeckten Rahmen kann größere Verletzungen hervorrufen. Besser als Stahlfedern sind stabile Gummiseilaufhängungen.
  3. Immer nur ein Kind aufs Trampolin! Sonst ist die Gefahr der Kollision zu groß. Besonders gefährlich ist es, wenn zwei verschieden schwere Kinder gleichzeitig hüpfen. Durch einen Katapulteffekt kommt es für den leichteren Hüpfer schnell zu Verletzungen.
  4. Babys und Kleinkinder dürfen noch nicht auf das Trampolin, denn sie haben noch keine ausreichend ausgeprägte Nacken- und Rumpfmuskulatur. Wann ein Kleinkind hüpfen darf, hängt vom körperlich en Entwicklungszustand ab. In der Regel ist ein Kind ab dem späten Kindergartenalter bzw. ab der Einschulung reif genug. Im Zweifel fragt man den Kinderarzt.
  5. Ohne Aufsicht darf nicht gesprungen werden. Die schwersten Unfälle ereignen sich, wenn keine Aufsichtsperson dabei ist.
  6. Vor allem beim missglückten Versuch eines Saltos entstehen häufig schwere Verletzungen. Kunststücke müssen deshalb unter professioneller Aufsicht geübt werden, z. B. im Turnverein. Saltos lassen sich gut im Schwimmbad beim Sprung vom Sprungbrett probieren, auch Bungee-Trampoline mit Sicherheitsgurt sind praktisch zum Üben akrobatischer Kunstsprünge.
  7. Nichts und niemand darf sich unterm Trampolin aufhalten. Und auch auf dem Trampolin hat Nichts außer dem Springer etwas zu suchen – weder Bälle, noch Spielzeug und natürlich auch keine Haustiere.

Quelle: MMW